In drei Schritten Naturstoffe kaufen. Keine Fehler.

Was sind Naturfasern und wie soll man die Eco-Kennzeichnung auf einem Artikel richtig verstehen? Hier erzählen wir, wie Sie  organische Naturstoffe in drei Schritten erkennen können.

Schritt 1 – Den Stoff prüfen


Die Hersteller der natürlichen Textilien verwenden Natur-Stoffe, die aus den Pflanzen erhalten werden. Es ist wichtig, dass diese Pflanzen ohne Pestizide angebaut werden.  Es geht um Natur-Leinen, organische Baumwolle, Seide, Wolle. 

Zu natürlichen Textilien gehören die Textilien, deren Farbe ohne künstliche Farbstoffe erreicht wird. Natürliche Farbstoffe können auch Wunder machen.


Schritt 2 – Die Zusammensetzung der Textilien prüfen


Nicht alle Stoffe aus Naturfasern  wirken wohl. Wenn die Textilien angenehm im Griff sind, bedeutet es noch nicht, dass sie umweltfreundlich und natürlich sind. Man soll wissen, wo eine Falle gestellt ist.

Baumwolle. Derzeit wird Baumwolle in großer Menge hergestellt, aber das ist kein natürlicher Stoff. Nur  0,1% Baumwolle in der Welt ist organisch.  Sie wird per Hand angebaut.  Dabei werden natürliche Düngemittel verwendet. Die Textilien aus organischer Baumwolle verfügen über einen stolzen Aufkleber „100 organic cotton“.

Wolle. Die Schafe werden auf Farmen gezüchtet, wo man sie mit Pestiziden gegen Parasiten schützt. Es ist nicht leicht, organische Wolle zu kaufen. Sie hat ein Label „100% organic wool“. Organische Wolle wirkt gesund und wird von Schafen erhalten, deren Fell chemisch nicht behandelt wird.  

Leinen. Dieser Stoff ist gesund, umweltfreundlich und ganz natürlich. Er ist nicht zu vergleichen. Bei seinem Anbauen werden keine  Pestizide verwendet. Für Leinen werden Schädlingsbekämpfungsmittel und Chemikalien nicht aktuell. Die Pflanze wächst gut und ist wetterbeständig. Stoff Leinen Natur knittert stark und lässt sich schwer bügeln. Das ist ein Problem, das die Hersteller mit Formaldehyd und Kunstharz lösen. Nach dieser chemischen Behandlung erscheinen die zusätzlichen Informationen auf dem Aufkleber „100% Linen, bügelfrei“. Das ist kein natürliches Leinen.

Seide kann auch mit Desinfektionsmitteln und Formaldehyd behandelt werden. Bei der Herstellung von Seiden im technischen Maßstab verwenden die Hersteller die Wachstumshormone für Kokons. Die Naturstoffe-Kleidung kann man an einem Label  „100% organic silk“ erkennen.


Schritt 3 –Ecolabel richtig lesen


Euroblume („Eurobume“). Dieses Umweltzeichen bestätigt, dass die Produkte sich durch besondere Umweltverträglichkeit auszeichnen. Die Herstellung der Produkte mit Euroblume verbietet die Verwendung von schädlichen Farbstoffen und garantiert die hohen ökologischen Standards.

Naturtextil. Das ist eine Kennzeichnung des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e. V. Diese Textilien kann man nur in Fachgeschäften kaufen.

Woolmark (Woolsiegel) bestätigt, dass die Produkte aus reiner Schnurwolle bestehen und dass die Wolle von lebenden Schafen gewonnen ist. Die chemische Behandlung ist ausgeschlossen.

Textiles Vertrauen („OECO-TEX“). Dieses Zeichen bestätigt, dass die Produkte auf Schadstoffe nach STANDARD 100 by OECO-TEX geprüft sind.  Die Prüfung betrifft die textilen Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte. Oeko-Tex 100 garantiert, dass die Kleidung aus Naturstoffen keine chemischen Farbstoffe, kein Formaldehyd, kein Chlor und keine anderen Schadstoffe enthält.