Halbleinen oder Leinwand zum Malen. Was ist besser?

In der  Kunstgeschichte kann man Informationen finden, dass eine grundierte Leinwand dem Künstler nicht immer zur Verfügung stand.  

Die Leinwand-Malerei kam später. Zuerst malte man an den Höhlenwänden. Aber nur wenige  Bilder  aus dieser Zeit blieben erhalten. Manchmal bemalte die Künstler eine Holzoberfläche. Zum Beispiel, „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci wurde auf dem Pappelbrett gemalt. Aber das Holz ist nicht ewig und verliert  seine Eigenschaften mit der Zeit, auch wenn das Brett gut getrocknet und behandelt wurde. Das Bild auf Holz kann allmählich spurlos verschwinden.  

Nicht alle Maler konnten auf Leinwand malen. Manchmal fanden sie eine unkonventionelle Lösung. Einmal bat der arme Vincent van Gogh seinen Bruder um Leinwand. Er hatte keine Stoffe zum Malen. Aber der Maler konnte auf die Sendung nicht warten und nahm einen Stoff. Sein Bild wurde auf einer karierten Tischdecke mit Karomuster in Rot gemalt.

Die Maler aus der ganzen Welt schätzen die Leinwand sehr hoch. Die modernen Künstler haben mehr Mittel zum Schaffen. Sie müssen selbst Leinwand nicht machen.

Heute bieten die Geschäfte fertige Malerei-Leinwand in verschiedenen Größen in Keilrahmen an. Man kann mit dem Malen sofort nach dem Kauf anfangen. Wenn der Maler selbst die Oberfläche vorbereiten will, kann er Leinwand-Rollen kaufen. Heute werden die meisten Leinwände grundiert angeboten. 


Leinwände zum Bemalen: müssen sie immer grundiert werden?


Man kann auf Leinwand nicht malen, wenn sie nicht behandelt ist. Wenn Sie die Farbe auf die Zimmerwände auftragen, grundieren Sie die Oberfläche. Die Grundierung ist eine Basis für das Malen. Die Grundierung deckt die Poren der Fasern, die Leerräume zwischen den Fäden. Wenn man auf Leinwand ohne Grundierung malt, dringt die Farbe in die kleinen Lücken ein, was das Malen  unmöglich macht. 

Die Grundierung verbessert die Oberfläche, macht sie eben und glatt, schützt die Pinsel gegen die Abnutzung und die Leinenfasern gegen eine saure Wirkung von Ölfarben. 

Die beste Leinwand für Ölmalerei


In den Ländern Westeuropas wurde die Leinwand in der Malerei seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Mehrere Meisterwerke wurden auf Leinen gemalt. Dieser Stoff ist robust und langlebig. Seine Fasern sind länger und fester als Baumwollfasern. Leinen senkt sich nicht durch. Aber es  gibt Künstler, die Leinen für seine Struktur mit Charakter nicht gern haben. Diese Künstler wählen Baumwolle aus, obwohl sie nicht so robust wie Leinen ist. 

Der technische Fortschritt bietet neue Oberfläche zum Malen an. Es geht um gemischt-pflanzliche Fasererzeugnisse, zum Beispiel Halbleinen (bestehend aus Leinen und Baumwolle).

Worauf soll man malen: Leinwand, Halbleinen, Baumwolle?


In den 80er Jahren stellten die italienischen Hersteller nach mehreren Experimenten fest, dass die beste Leinwand aus 60% Leinen und 40% Baumwolle besteht. Dieser Stoff verfügt über glatte Struktur wie Baumwolle und zeichnet sich durch die Langlebigkeit wie Leinen aus. Aber Baumwollfasern machen die Leinwand wasserempfindlich, deshalb sind die Bilder auf Halbleinen für erhöhte Feuchtigkeit und Temperaturunterschiede nicht geeignet. Aber dieser Stoff hat noch einen Vorteil. Er ist sehr preiswert.  


Die meisten erfahrenen Maler empfehlen keine gemischten Stoffe. Sie meinen, dass diese Oberfläche nicht stabil ist, was die Farbschicht beeinträchtigen kann.  Der gute Leinwand-Stoff  zum Malen muss aus gleichen Fäden bestehen.

Halbleinen ist nur für das Lernen geeignet. Man soll darauf keine großen Bilder malen. Halbleinen ist die Oberfläche für Studenten. So war es früher und so ist es heute.